„Ich war´s“ – jetzt auch mit Film

Ganz ohne Zynismus. Ich würde den Kameraden der Streitkräftebasis gönnen, wenn nun jemand sagte: „Klasse Vorarbeit, und jetzt gebe ich da nochmal richtig Geld rein und spendiere den Jungs und Mädels eine professionelle Produktion!“

23 Gedanken zu “„Ich war´s“ – jetzt auch mit Film

  1. Kann man nicht endlich dieses unsäglich schlechte „Design“ der Anfangsjahre des Internets entfernen?? Selbst ein reiner WordPress-Blog wäre für die Bundeswehr angemessener und für solche Kampagnen wie zuletzt passender!

  2. @JSG

    Ja, das hätten wir auch gerne. Ein frischeres Design, mit zeitgemäßeren Möglichkeiten der Publikation unserer Inhalte.

    Die Einbettung des youtube-Codes ist schon grenzwertig, anders hat es aber heute Morgen einfach nicht funktioniert.

    Warum haben wir keine zusätzliche Internetpräsenz im Layout/Farbschema der Kampagne erstellt?
    Weil:
    – wir mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen – insbesondere Personal – einen weiteren Auftritt nicht hätten stemmen können.
    – wir nach Abschluss der Kampagne keine brachliegende Webseite zurücklassen.
    – es so für uns einfacher ist, bereits vorhandene Inhalte zu verlinken und im Rahmen der Kampagne anzubieten.
    – die Bekanntheit des Auftritts streitkraeftebasis.de steigt.
    – so Artikel der Kampagne für das gesamte Redaktionssystem (inkl. Bundeswehr.de) verfügbar sind.

  3. Also ich finde die Kampagne gut. Je mehr ich damit befasse desto mehr gefällt sie mir. Das sie nicht, wie einige Kritiker gebetsmühlenartig bemängeln, hochprofessionell erscheint stört mich dabei nicht. ich finde sie sogar autentischer als wenn es eine Hochglanz-Werbeagentur gemacht haben würde. Die Bundeswehr ist nicht hochglanz, sie hat Kanten und Ecken und ist schon gar nicht perfekt. gebt der Initiative eine Chance, lasst den Slogan und die Bilder wirken. Wir werden dann schon sehen was die Kampagne bewirkt hat.

  4. Ganz ehrlich, ich finde die Idee der Kampagne gut und das Video ebenfalls. Besonders die Anpsrache von Nelson (?!) empfand ich als angemessen und das bildliche einreihen in die Formation klasse!

  5. Warum bitte hat man für diesen Spot externe „Macher“ angeheuert obwohl man eigene Mittel und Möglichkeiten hatte?! Diese Frage scheint mir auf ein viel größeres Problem der Auftraggeber hinzuweisen als die unprofessionelle Umsetzung dieses Spots (und der gesamten Kampagne) und alle Fragen die damit zusammen hängen. Man will mit der Kampagne eine „Identität“ der SKB schaffen. Ja! Das ist ein guter Ansatz, doch das grundlegendste dabei ist doch, dass man erst einmal Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten haben sollte bevor man daran denkt eine eigenen Identität aufzubauen. Ohne dieses Vertrauen der Führung in die eigenen Soldatinnen und Soldaten und ihre Fähigkeiten ist ein solches Projekt von vornherein zum Scheitern verurteilt. Mehr noch es kommt erneut als „heuchlerischer und unfähiger Versuch“ einer scheinbar ziellos im Medienzeitalter dahintriftenden SKB Führung daher. Ganz nach dem Motto: Irgend etwas sollten wir jetzt tun um irgendwie, irgendwo Präsenz zu zeigen.

    @ MD. ja die „Ansprache“ Nelsons ist es eben! Er hält eine „Ansprache“ und die ließt er auch noch offensichtlich von einem Blatt Papier ab! Wer hat da eigentlich die Abnahme des Spots zu verantworten? Für die Zielgruppe (welche ist das eigentlich?!) zu offensichtlich. So wie seit Jahrzehnten vorher. Das sagt dem Zuschauer nichts anderes als „der ist unprofessionell“, der muss das, was er rüber bringen will auch noch ablesen!!! Sorry! Aber das ist für ein Unternehmen wie die Bundeswehr, die im überregionalen Medienspiel mitspielen möchte nicht akzeptabel! Und es zeigt ihren Soldatinnen und Soldaten, dass sich eben nichts seit den achtziger Jahren geändert hat an „ihrer“ Bundeswehr. Trotzt aller oberflächlichen Beteuerungen und den untauglichen Versuchen nach der Abschaffung der Wehrpflicht die Präsenz Bundeswehr in der Gesellschaft zu verstärken.

    @Jan O. Portugall: Kurz zum Thema „zur Verfügung stehende Ressourcen“: Die besten und grössten Ressourcen die die SKB bestizt sind ihre Soldatinnen und Soldaten (so oder so ähnlich jedenfalls behauptet das die SKB – Führung an jeder nur denkbaren Stelle), sind ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten und die Millionen Euro Steuergelder die in ihre Ausbildung investiert wurden! Warum bitte werden dann externer „Experten“ für die Erstellung einer solchen Kampagne verpflichtet wo die SKB doch eigene Fähigkeiten besitzt die genau dieses Aufgabenspektrum abdecken können ?

    Diese Widersprüche sind es, die gelöst werden müssen um zukünftig die Bundeswehr und ihre Soldatinnen und Soldaten in der Gesellschaft etablieren. Es sind, wie so oft, die kleinen Dinge die das „Große und Ganze“ ausmachen. Da helfen keine „großen Ansprachen“ und „Appelle“. Da hilft nur einmal ehrlich stolz auf die eigenen Fähigkeiten zu sein und diese auch konsequent zu nutzen!

  6. @Manfred Wagner: Was lässt Sie glauben, dass die SKB für diese Kampagne externe Macher beschäftigt hat? Soweit ich weiß, ist das alles „homemade“

  7. @sascha_stoltenow: Die Tatsache, dass eigene (professionelle) Kräfte im Produktions- und Abnahmeprozesse die genannten „Fehler“ erkannt, angesprochen und abgestellt hätten!

  8. @Manfred Wagner: Doch nicht etwa diejenigen, die auch sonst alle Kommunikationsmaßnahmen, die wir hier und andernorts so diskutieren, freigeben?

  9. @Manfred Wagner

    Bei der Produktion des Clips haben wir uns lediglich die Fähigkeiten für den Dreh des „WIR“ dazu gekauft, die wir selbst nicht haben: die Steadycam mit Focuspuller, sowie den Kran mit Bediener. Das Rohmaterial OG Schulze wurde durch das WBK I mit Unterstützung des InstBtl 166 erstellt, Die „Kampagnenzentrale“ wurde mit Personal PIZ SKB dargestellt, gedreht durch Kameraden von OpInfo, die uns zur Verfügung gestellt wurden. Schnitt durch einen Wehrübenden Reservisten PIZ SKB mit Unterstützung einer Cutterin der IMZ an einem Schnittplatz der IMZ. Ich glaube mehr „inhouse“ geht nicht.

    Wir hatten für den „Wir“-Dreh ca 3 Stunden Zeit. Stellen des Bildes, Aufbau der Technik, vorüben und dann ca. 50 Minuten scharfer Durchgang mit dem InspSKB, ach ja und ca. 300 Mitarbeitern der Streitkräftebasis in der Bonner Hardthöhe. Wir wollten dieses „WIR“-Bild im Film und der InspSKB hat neben all den anderen Themen die derzeit anstehen die Zeit gefunden, um an den Dreharbeiten teilzunehmen. Auch das zeigt den Stellenwert, den die Menschen in der Streitkräftebasis haben und in welchem Maß man UNS von Seiten der militärischen Führung vertraut. Und das war unsere erster Filmdreh in dieser Größenordnung, nicht alles so perfekt ist wie wir es eigentlich gerne gehabt hätten.

    Tja, was soll ich noch sagen außer Danke für’s Vertrauen.

  10. Jan.Portugall@gmail.com: Erst einmal vorab: Herzlichen Dank für ihre offene, ehrlich und fundierte Antwort! Wenn die Bundeswehr Kommunikation so in Zukunft zum Selbstverständnis erklärt ist dies ein wichtiger und richtiger Schritt ! Und Blogs wie dieser beweisen wieder einmal ihre fundamentale Richtigkeit. Dafür eine herzliches und ehrliches: Danke!

    Wenn sie anführen, dass sie sich Fähigkeiten „dazu gekauft“ haben ist das auch ohne wenn und aber zu akzeptieren. Nicht jeder hat alle Fähigkeiten. Und doch behaupte ich: Mehr „Inhouse“ geht!!!! Weil es sie einfach glaubwürdiger macht! Wenn sie, vielleicht nur am Rande, den Einsatz eigener Fähigkeiten erwähnen, dann stellt sich die Frage warum sie das gesamte Projekt nicht in eine Hand gegeben haben (einmal von den fehlenden, technischen, Fähigkeiten abgesehen)? Große Unternehmen mit dem Anspruch sich professionell darzustellen tun das! Ich will es einmal „Ein Projekt aus einer Hand“ nennen. Warum bitte muss denn ein Reservist den Schnitt, eine externe Firma den wichtigsten Part (Ansprache Befehlshaber SKB) und OpInfo die Schnittbilder machen? Bis auf die Steadycam mit Focuspuller, sowie den Kran mit Bediener (Technik) können sie alle Fähigkeiten selbst abbilden. Und wer hatte denn die Verantwortung für die wichtige, redaktionelle Arbeit?

    Verstehen sie mich bitte nicht falsch. Professionelle Medienarbeit lebt von der klaren Zielvorstellung. Und ihre kommt im Endprodukt nicht bei der Zielgruppe an (behaupte ich einmal, weil ich die Reaktionen darauf an der Basis kenne).

    Und zum Schluss noch: Ich habe Vertrauen in sie!!!! Weil ich der festen Überzeugung bin, dass wir es mit unseren eigenen Fähigkeiten und eben dem Vertrauen in unsere eigenen Soldatinnen und Soldaten besser können. Ohne das es den Steuerzahler Geld Kostet was anderswo besser angelegt wäre.

  11. @sascha_stoltenow: lach!!!! nein eben nicht die! es gibt neben der ministeriellen ebene noch andere ebenen…..

  12. Wie zu erwarten war geht bei uns, die vom warmen Agentursessel die Kampagne beurteilen, die Bandbreite von „unprofessionell“ bis „gelungen“. Klappern gehört ohnehin zum Handwerk. Das war auch schon bei „Wir.Dienen.Deutschland“ so, als über drei seltsam gesetzten Punkte mehr diskutiert wurde, als über die Inhalte dieser vorallem über Videocontent transportierten Kampagne, die sich in Qualität der Videos stetig gesteigert hat. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit.

    Ich finde „ich war´s“ ist ambitioniert und ob die Ambitionen aufgehen wird sich erst durch den Verlauf der Kampagne zeigen. Keine Frage werden da eine Menge Widerstände zu überwinden gewesen sein, um überhaupt ein „Go“ zu bekommen. Mich würde interessieren, wie die Erfolgskontrolle aussehen soll. Wertet ihr das Feedback aus? Gibt es entsprechendes Monitoring?

    Und was Videoproduktion angeht: so wie ich den Kampagnenflyer verstanden habe liegt der Schwerpunkt auf den Plakaten. Insofern finde ich das Video zweckmäßig, informativ und den Ansatz auch kreativ. Ganz klar trägt ein einzelnes Video nicht über sechs Monate der Kampagnenlaufzeit. Da müsste dann mehr kommen.

  13. Kleiner fachlicher Rat: Nicht in die Dementi-Fallen tappen, die hier überall rumstehen 😉 Ansonsten: weitermachen.

  14. @Ferdinand Beck Zitat: „Insofern finde ich das Video zweckmäßig, informativ und den Ansatz auch kreativ.

    Lieber Ferdinand Beck: Mal ohne große Umschweife, informativ ist das Video, weil, es zeigt wichtige Aspekte des Aufgabenspektrums der SKB. Keine Frage.
    „Zweckmäßig“ hieße, es erfüllt den Auftrag den es erfüllen soll. Den Soldatinnen und Soldaten der SKB zu zeigen das sie ein wichtiger Bestandteil „unserer Streitkräfte“ sind und dabei eine eigene Idendität erkennen können. Das wage ich zu bezweifeln. Und ich begründe dies auch. 1. Die heutige Generation Soldaten (eben die, die die SKB ausmachen und das ist die web 2.0 Generation) ist es gewohnt, emotional „gefordert“ und „berührt“zu werden. Diesen Anspruch erfüllt der Spot in keinster Weise. Im Gegenteil, er trägt gerade mit der „Ansprache“ und der schlecht ins Bild gesetzten Szene des Befehlshabers der SKB dazu bei, alte Bedenken wieder aufkommen zu lassen „Da erzählt uns einer was, was wir selbst nicht im richtigen Leben reflektieren“.
    2. Ein Ziel zu erreichen was zu erreichen ist setzt voraus, dass die Urheber sich darüber im klaren sind was das Ziel ist. Will sagen, wo ist hier die sogenannte Wirkungsforderung die definiert welche Verhaltenänderung ich beim Adressaten erreichen will. In diesem Falle wäre es meiner Meinung nach der Stolz auf die eigenen Fähigkeiten und Leistungen. Das kann der Spot nicht leisten weil er zu „mitteilungsbedürftig“ ist. Er spricht weder Emotionen der Zielgruppe an noch stellt er ihre Leistungen in den Mittelpunkt. das einzige was wirklich „gewollt und durchdacht scheint“ sind die Szenen mit dem Befehlshaber und die sind schlecht umgesetzt. Sie sind, mit Verlaub: Verlautbarungsjournalismus.

    Zum Thema kreativ: Was bitte finden sie an diesem Spot, auch ansatzsweise, kreativ? Meiner Meinung nach tut er nichts anderes als altbekannt, hausbackene Klischees zu bedienen. Ein wenig Musik, ein paar Bilder aus der Konserve, eine Kamerafahrt und ein Statement von „Oben nach unten“… Sorry…. Im Gegensatz dazu ist dieses Video ja noch hyper-kreativ : http://bendler-blog.de/2010/05/03/jungs-konnen-tanzen/

  15. Kurzer, allgemeiner, Nachtrag: Was ist eigentlich Kampagne, die einen 13-seitigen „Flyer“ benötigt um sich selbst zu erklären wert?

  16. @Manfred Wagner: Sie ist zumindest wert, diskutiert zu werden. Und zu den Zielen: Nun ja, sie sind in der Broschüre genannt – und würden jedem Teilnehmer eines Konzeptionsworkshops um die Ohren gehauen werden, weil weder stimmig noch operationalisierbar.

    Oder um das mal aus der Welt der warmen Agentursessel in die der Truppe zu transferieren: 2. Kp hat den Auftrag mal da was zu machen, was den anderen hilft, weil die sollen sich dann besser fühlen, oder so. vs. 2. Kp. nimmt bis 1300Z Höhe 380, hält sie bis mindestens 1800Z, um Flanke der 4. Kp zu sichern. Anschließend setzt 2. Angriff weiter fort.

    Zu Deutsch: Wenn es dem Militär nicht möglich ist, auch in Kommunikationsfragen einen klaren Auftrag zu formulieren, liegt etwas sehr im Argen.

  17. da weiß ich ja gar nicht wo ich anfangen soll 😉

    @Manfred Wagner

    Danke. Aber ich verantworte natürlich nicht die Art und Weise wie die Institution Bundeswehr kommuniziert.

    Im Rahmen dieses Projektes, weil ich es a. mitverantworte und wir b. die Mitarbeiterkommunikation öffentlich betreiben, will ich so viel Transparenz wie möglich ermöglichen. Natürlich im Rahmen des vom Dienstherren erlaubten. Danke für Ihr/Euer Verständnis.

    Im Video geht es im ersten Abschnitt nicht um die Darstellung der Fähigkeiten innerhalb der Recovery Task Force InstBtl 166, sondern um die Übernahme der Verantwortung für den Schutz der RTF durch den Obergefr. Schulze.

    2. Teil: Die Kampagne ist, unseres Erachtens nach ein wenig komplexer, als Kampagnen die bisher liefen. Daher eine kurze Einführung in die Produkte der Kampagne und in die Mehrstufigkeit.

    3. Teil: Der komische Mann 😉 mit dem Kampagnenaufkleber, der zur Nutzung des selbigen aufruft. Der Aufkleber, als Teil der Kampagne soll durch Soldaten und ziv. Mitarbeiter auf Ihr Produkt/ auf Ihre Leistung geklebt werden. Um u.a. auf die Leistungen der Streitkräftebasis bei den Nutzern unserer Produkte aufmerksam zu machen.

    4. Teil: „WIR“: Viele Ichs ergeben ein WIR, ein Team, eine Streitkräftebasis. Gewichtung der Kampagne durch Teilnahme InspSKB. Aussage zu Verantwortung und Vertrauen um die Idee der Kampagne zu transportieren und um Mut zu machen Veratwortung zu übernehmen. Gegenseitiges Vertrauen: Soldat MilFhr / Vertraut mir – ich vertraue euch. Er vertraut mir, ich traue mich.

    Ein bisschen vereinfacht, aber das war unsere klare Vorstellung des Kampagnentrailers. Kein Erklärstück Streitkräftebasis, sondern Kampagnenwerbung.

    Alles aus einer Hand? Wir können doch nicht alle alles. Auch ein deutscher Offizier nicht.
    Redaktionell, inhaltlich, organisatorisch – ja, Abnahme des Endproduktes auch.
    Aber auch noch selber schneiden. Nein, kann ich nicht und andere im Team auch nicht, daher professionelle Hilfe durch Wehrübenden der zivil im entspr. Sektor Erfahrung hat.

    to be continued …

  18. @ sascha_stoltenow: so schätze ich es ebenfalls ein ….

    @ Jan O. Portugall : Sie müssen sich nicht rechtfertigen! Und ja. Viele „ich’s“ ergeben wirklich ein WIR. Aber gerade das ist das problem dieser kampagne. Sie sprechen die „ich’s“ nicht wirklich an! Und deshalb können sie, meiner Meinung nach, auch kein WIR erzeugen…

    Und zum professionell Praktischen: Doch sie KÖNNEN!!! gerade als „deutscher offizier“ alles aus einer hand liefern! Kompetenz, weitsichtigkeit und einsicht. das ist nehmlich ihr Job, dafür werden sie von steuerzahler bezahlt. Und JA!!! Sie haben sogar alle Möglichkeiten und Fähigkeiten dies überzeugend zu tun. Stellen sie ihr licht nicht unter den scheffel!!!

  19. Erstaunlich, warum die IMZ nicht mehr in die Verantwortung für solche Projekte genommen wird. Eine gewisse Fachkompetenz sollte doch wenigstens dort vorhanden sein, dass qualitativ hochwertigere Produkte erstellt werden könnten.

    Sind den wirklich diese Art von Filme, oder die von „Wir dienen Deutschland“ in der Qualität, die Zukunft der Medienarbeit der Bundeswehr?

    Grausige Aussichten…….

  20. Die Notwendigkeit einer Imagekampagne sehe ich grundsätzlich auch. Mit Dienstantritt wird der neue Inspekteur erkannt haben, dass es mit Zusammengehörigkeitsgefühl, Motivation und Leistungsbereitschaft unter seinen Mitarbeitern nicht immer zum Besten steht. Und den auch hier kritisierten Kampagnen-Claim „Ich war‘s. Streitkräftebasis“ halte ich für gar nicht so schlecht (solange es sich um eine Maßnahme der internen Kommunikation der SKB handelt und der grundsätzliche Anspruch des Organisationsbereiches, das BundeswehrGEMEINSAME statt einer Glorifizierung der eigenen TSK in den Vordergrund zu stellen, nicht aus den Augen verloren wird).

    Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Jan O. Portugall, der uns einen sehr persönlichen und unmittelbaren Einblick in Konzeption und Umsetzung der Kampagne gewährt hat. Eine lobenswerte und ganz bestimmt nicht alltägliche Transparenz in der Informationsarbeit der Bundeswehr!
    Unabhängig jedoch von der Professionalität in der Umsetzung würde ich hier gern den Sinn der Imagekampagne grundsätzlich zur Diskussion stellen. Da haben gerade der Deutsche Bundeswehrverband und das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr nahezu zeitgleich Studien veröffentlicht, die einen eklatanten Kommunikationsbedarf in Bezug auf die Neuausrichtung feststellen (der Pr-/InfoStab ließ darauf hastig verbreiten, dass man sich der Lage bewusst ist und das Notwendige veranlassen wird. O-Ton Beemelmanns: “Wir werden deshalb zügig umfassende Maßnahmen ergreifen, um die Beteiligung und die Kommunikation zu verbessern.”).
    Nun wird also einem erkanntes Informationsdefizit mit einer Imagekampagne begegnet. So stelle ich mir eine professionelle Veränderungskommunikation NICHT vor. Subjektiv betrachtet wurden hier falsche Führungsentscheidungen getroffen; resp. die Führung der SKB durch die Verantwortlichen in der Informationsarbeit falsch beraten.

  21. Die einzig wahrhaftige Imagekampagne der Bundeswehr besteht zur Zeit in der öffentlich bekannt gegebenen Beförderung des Verantowortlichen für das Kunduz-Massaker.

    Wer darauf stolz ist, soll sich gerne abbilden lassen.

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