Let´s talk about money

Bei einer Personalstärke von ca. 1,5 Millionen investieren die US-Streitkräfte 667 Millionen Dollar in Werbung.

Wenn die Bundeswehr ähnlich agieren würde, müsste sie im Einzelplan 14 ca. 67 Millionen Euro für diesen Zweck ausweisen. Rechnet man die dort ausgewiesenen Posten für Nachwuchswerbung und Öffentlichkeitsarbeit großzügig zusammen, ergibt sich eine Summe von weniger als 20 Millionen Euro. Das ist zwar immer noch viel Geld, aber wer, wie das Bendler-Blog, regelmäßig die mangelnde Qualität des kommunikativen Auftritts der Bundeswehr kritisiert, muss auch die fehlende Quantität zur Kenntnis nehmen.

Das heißt nicht, dass die Bundeswehrwerbung durch mehr Geld automatisch besser werden würde. Allerdings entsteht Qualität auch dadurch, dass Führungspersonal professionelle Erfahrungen sammelt. Wenn aber Offiziere nie für ein Budget verantwortlich sein können, dass ihr Monatsgehalt übersteigt, kann man von Ihnen auch nicht erwarten, kompetente Entscheidungen zu treffen.

7 Gedanken zu “Let´s talk about money

  1. Wenn die Bundeswehr es sich leisten kann zukünftig irgendwelche Medienhäuser in Berlin und oder Strausberg für Millionen neu entstehen zu lassen, vorhandene Strukturen und ein TV-Studio in Bonn einfach aufzugeben, Mitarbeiter im Zuge der „Reform“ konzeptlos zu verteilen, die Aufgaben der früheren Truppeninformation zu zerschlagen, dann wundert mich gar nichts mehr in diesem Land ..

  2. @ Bürgerprotest

    Spricht da vielleicht ein Betroffener der mehr an Besitzstandswahrung als an zukunftsfähigen Strukturen interessiert ist?

    Warum es die Bw mit einem „Medienzentrum“ in die Nähe der Hauptstadt zieht wäre für mich recht einfach nachzuvollziehen. Und wenn dann Soldaten und Beamte dorthin umziehen müssen, dann gehört das glaube ich zum Beruf…

  3. 1. Der Erstsitz des Ministeriums ist in Bonn. Dort hat der Minister seinen ersten Arbeitsplatz. Wenn der Herr Minister dies mal zur Kenntnis nehmen würde, wäre es schön.

    2. Es gab ein kleines Hauptstadtstudio. Kostengünstig und ausbaufähig. Es gab Vorschläge die Infrastruktur von Bonn und Berlin zu vernetzen. Dies war politisch nicht gewollt – es wurde von Berlin aus torpediert. Die Räumlichkeiten wurden still und heimlich zu Büros „umfunktioniert“.

    3. Das machts nicht besser. Soldaten und Zivilisten empfinden vielerorts Umzüge als reine Willkür. Diese Reform wird Millionen kosten -Abfindungen, Umschulungen, Umzüge, Trennungsgeld … wenn es Sinn machen würde. Hier handelt es sich aber um ein Politikum.

  4. @Klaus A.

    1. Der nominelle Erstsitz des MINISTERIUMS ist in Bonn, und auch das nur weil die NRW Landesgruppe von CDU und SPD sonst wieder mal mosern würden. Die Fakten sprechen (glücklicherweise) eine andere Sprache und der Arbeitsplatz des MINISTERS ist Berlin.

    2. Das riecht mir schon wieder nach Insiderwissen und Besitzstandwahrungsdenken. Vielleicht (frage ich mich als Außenstehender) gab es auch noch andere und gute Gründe?!

    3. Wenn Soldaten und Beamte die in der Bundeswehr dienen Umzüge als reine Willkür empfinden, dann sollten sie einen anderen Dienstherren/Arbeitgeber finden.

    Soldaten (und mit deutlichen Einschränkungen) Beamte werden regelmäßig versetzt. Das ist so, das war schon immer so und das ist auch überall auf der Welt so.

    Man kann sich über die Versetzungsfrequenz unterhalten und über notwendige begleitende Maßnahmen für die Familien (Geld, Wohnungen, Kindergartenplätze), aber all das ändert nichts an der Tatsache: Wer nicht umziehen, will soll die Bundeswehr verlassen, das ist besser für sein Seelenheil und besser für uns…

  5. Zum Glück sind auch Soldaten und Beamte in diesem Zusammenhang nicht rechtlos, von Arbeitnehmern ganz zu schweigen. Mal sehen was von dieser angeblichen Reform am Ende übrig bleibt.

  6. @Bürgerprotest
    „Zum Glück sind auch Soldaten und Beamte in diesem Zusammenhang nicht rechtlos“

    Naja, aber fast. Im Regelfall gehen (richtigerweise) die Bedürfnisse des Dienstherren vor. Sonst können wir uns das mit der Armee ja auch sparen…

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