Journalistische (Un-)Logik

Eins sehr unterhaltsames Gespräch zwischen Hans Leyendecker, Marc Felix Serrano (Süddeutsche Zeitung) und Bild-Chefredakteur Kai Diekmann gibt es auf jetzt.de

Was es für die sicherheitspolitische Kommunikation interessant macht, ist, dass ein Mini-Disput zur Berichterstattung über den Bombenabwurf in Kunduz Einblick in das journalistische Selbstverständnis der beiden SZ-Redakteure gibt. Der Umstand, dass die SZ für ihre Kunduzberichterstattung einen Medienpreis bekommen hat, soll nämlich ein Beweis dafür sein, dass nicht Bild die Affäre aufgedeckt hat (vermutlich unter tätiger Mithilfe von Bundeswehr-Angehörigen).

Wie verquer und selbstbezüglich (und damit gleichzeitig vermutlich Symptom wie Ursache für den Status des sicherheitspolitischen Diskurses in Deutschland).

2 Gedanken zu “Journalistische (Un-)Logik

  1. Ihrer Einschätzung dazu möchte ich zustimmen. So eine Preisverleihung kann einem anscheinend ganz schön zu Kopf steigen.

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